Warum Strahlungsmessung?

Seit dem Supergau am 26.04.1986 in Tschernobyl (Ukraine, Russland) und der früheren Energieversorgung durch Kernkraftwerke ist der Strahlenschutz für die Bevölkerung in der BRD wichtig. Überhöhte Strahlenwerte können cangerogen sein (Krebserkrankungen) und sie können Leukemie und Missbildungen bei Neugeborenen erzeugen.

Der Grund für die Zerstörung des Blocks 4 in Tschernobyl war die missglückte Durchführung eines Versuchs aus dem Kalten Krieg.

Es sollte ein feindlicher Angriff auf das Kernkraftwerk simuliert werden, bei dem die thermische Leistung abfällt. Der Versuch sollte zeigen, wie lange noch die Turbinen mit der Restwärme des Reaktors weiter drehen und in der Lage sind, die Eigenversorgung des Kraftwerks zu gewährleisten.

Dazu sollte der Reaktor auf 20% Leistung herunter gefahren werden. Er wurde aber wegen falscher Temperaturmessung auf nur noch 2% herunter gefahren. Das macht den Reaktor extrem instabil. Deshalb wurden alle Regelstäbe gezogen, um die Leistung wieder zu erhöhen. Das geschah zu schnell, die Temperatur wurde wieder falsch gemessen und die Kettenreaktion beschleunigte sich exponentiell. Der Reaktor geriet ausser Kontrolle und es fand eine Kernschmelze mit Explosion statt.

Die Messungen werden gemäß der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) v. 23.10.2024 durchgeführt.

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Bild vom zerstörten Block 4

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